Die Weckmaschine
Das Wecken am Morgen hat es uns wohl angetan, da auch ich mir Gedanken über eine sinnvolle Konstruktion machte, die etwas besser funktionierte, als die seltsame Idee mit der Schultüte. In der kalten Jahreszeit, wenn es dunkel und kalt ist, bringt mich sonst niemand aus dem Bett, auch nicht der beste Radiowecker oder der lauteste Weckton auf dem Handy. Das Verdunkelungsplissee am Fenster lässt kein Laternenlicht hinein scheinen und macht sogar das Aufwachen am Wochenende, wenn keine Sonnenstrahlen hindurch gelangen, zu einem echten Problem. Es musste eine Konstruktion sein, die nicht zu kompliziert war und mich auf jeden Fall zum Aufwachen brachte.
Ich baute dazu einen Roboter und stattete diesen mit drei langen Armen aus. Einer war aufs Fußende meiner Zudecke gerichtet, der andere auf die Seite vom Kissen. Dann baute ich noch einen Wecker hinein, den ich mit den Armen verband. Wäre die Zeit zum Aufwachen gekommen, würden mir die Arme des Roboters nun gleichzeitig Kissen und Bettdecke wegziehen, sodass ich davon schon mit großer Wahrscheinlichkeit aufwachen würde. Half das immer noch nicht, würde ein dritter Arm, der über meinem Kopf gerichtet war, einen Wassereimer über mich kippen, natürlich nur mit einer Pfütze, damit mein Bett und Schlafzimmerboden anschließend nicht unter Wasser stehen würden.
Doch irgendwie schien die Konstruktion auch wieder nicht zu funktionieren. Denn während des Schlafens war wohl die Zudecke verrutscht, sodass mich der Arm unsanft am Bein erfasste, sodass ich aufschrie und auch schon merkte, wie mir ein weiterer Arm am Gesicht herum fummelte. Ich war nun zwar wach, hatte aber auch Schmerzen. Dann entleerte sich auch noch der Eimer über mir und durchnässte mein Bett, da ein Heizungsrohr in der Nacht direkt darüber tropfte. Vielleicht sind unsere Maschinen doch keine so gute Idee? Wecken lasse ich mich jetzt auf jeden Fall wieder von meinem Handy. Sicher ist sicher!